BLACK FOXXES

Fr, 13.04.2018
, Headcrash

Special Guests: Bloody Knees

Mitrei├čendes UK-Trio bringt die w├╝tenden 90er zur├╝ck auf die B├╝hne

Zweites Album ÔÇ×ReidiÔÇť f├╝r M├Ąrz angek├╝ndigt

In einer Phase der Rockmusik, in der selbst die hartgesottensten Bands nichts mehr dem Zufall ├╝berlassen und sogar ihren Gitarrensound von Computer-Algorithmen designen lassen, ger├Ąt eine junge, w├╝tende und bis in ihren tiefsten Kern hochimpulsive Formation wie die Black Foxxes zu einer wahren Sensation an k├╝nstlerischer Unmissverst├Ąndlichkeit. Ihr mit der Wut des fr├╝hen Punk aufgeladener, an komplexe Grunge-Epigonen wie Brand New gemahnender Rock-Sound vollf├╝hrt eine heutzutage selten gewordene Balance aus impulsiven Eruptionen und dem stilsicheren Gesp├╝r eines zeitlos gro├čen Songwriters. Bereits wenige Monate nach ihrer Gr├╝ndung konnten sie in Gro├čbritannien auf eine landesweite Fan-Basis bauen, und so geriet direkt ihre erste Tournee zu einem weit ├╝ber die Musikbl├Ątter vieldiskutierten Ereignis. Manche Medien verstiegen sich gar zu der These, dass sie seit den Anfangstagen von Nirvana nichts vergleichbar Energetisches mehr erlebt h├Ątten. Entsprechend euphorisch fielen auch die Rezensionen zu ihrem ersten, 2016 erschienenen Album ÔÇ×I’m Not WellÔÇť aus: W├╝tende Songs voller Energie, Dynamik und gr├Â├čtm├Âglicher Aufrichtigkeit, textlich wie kompositorisch. F├╝r den kommenden M├Ąrz wurde nun das zweite Album ÔÇ×ReidiÔÇť angek├╝ndigt, kurz darauf geht es auf Tournee. Zwischen dem 12. und 17. April spielt das Trio vier ihrer stets schwei├čtreibenden Shows in Deutschland, mit Stationen in K├Âln, Hamburg, Berlin und M├╝nchen.

Der Mythos, dass die tiefgr├╝ndigste Kunst erst aus dem Leid ihres Erzeugers erw├Ąchst, ist fast genau so alt wie die Kunst selbst. Und es existieren ├╝ber die Jahrhunderte auch zahllose Belege f├╝r die These, dass wahre k├╝nstlerische Erhabenheit nur erleben kann, wer zuvor mental durch die H├Âlle ging. Auch die Black Foxxes stehen dieser Tradition sehr nah, bei der erst aus dem Schmerz die wahre Sch├Ânheit und reine k├╝nstlerische Aufrichtigkeit entsteht. Dies gilt insbesondere f├╝r ihren S├Ąnger, Gitarristen und Vordenker Mark Holley, der seit fr├╝hester Kindheit mit unkontrollierbar auftretenden schubartigen Panikattacken zu k├Ąmpfen hat. Nat├╝rlich unternahm er zahllose therapeutische Anl├Ąufe, um diese St├Ârung zumindest beherrschen zu k├Ânnen; wirklich geholfen hat dabei das Wenigste. Erst als er, praktisch aus reiner Hilflosigkeit, damit begann, seine ├ängste und Frustrationen in Akkorde und Texte zu formen, hatte er sein Ventil gefunden. Denn in der Musik fand er, was keine Therapie ihm hatte bieten k├Ânnen: innere Ruhe. Erstmals in seinem Leben.

Nat├╝rlich wei├č man schon lange um die kathartischen M├Âglichkeiten der Musik, doch seit den ausgehenden 90er-Jahren scheint dieser Urtrieb eines K├╝nstlers immer mehr an Bedeutung zu verlieren. Wohl nur die wenigsten jungen Musiker empfinden ihre Musik heute noch als unausweichliche Ver├Ąu├čerung der eigenen D├Ąmonen, als eine Notwendigkeit, die keine andere Alternative zul├Ąsst, als jeden Abend auf der B├╝hne sein Innerstes nach au├čen zu kehren. Bis heute gelten die gro├čen Vorreiter des Grunge als die letzte Generation, die Musik vor allem aus dieser inneren Notwendigkeit aufnahm. Die Musik der Black Foxxes jedoch tr├Ągt diese direkte Unmittelbarkeit fr├╝her Grunge-Ikonen in sich. Und klingt dabei gleichzeitig aber so jung, frisch und eigen, dass man den Black Foxxes bereits vereinzelt die Rettung der britischen Rockmusik bescheinigte. Das mag hoch gegriffen sein, aber eines ist unbestreitbar: Ihr erstes Album mit dem programmatischen Titel ÔÇ×I’m Not WellÔÇť wurde von vielen Meinungsmachern als eines der ehrlichsten und kompromisslosesten Rockalben des Jahres beschrieben. Entsprechend hoch sind die Vorfreude und Erwartungen an das f├╝r M├Ąrz angek├╝ndigte zweite Album ÔÇ×ReidiÔÇť.

Mitrei├čendes UK-Trio bringt die w├╝tenden 90er zur├╝ck auf die B├╝hne Zweites Album ÔÇ×ReidiÔÇť f├╝r M├Ąrz angek├╝ndigt In einer Phase der Rockmusik, in der selbst die hartgesottensten Bands nichts mehr dem Zufall ├╝berlassen und sogar ihren Gitarrensound von Computer-Algorithmen designen lassen, ger├Ąt eine junge, w├╝tende und bis in ihren tiefsten Kern hochimpulsive Formation wie die Black…

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